Kirchheim Open 2019, Hülben, GER

Submitted by Thomas Dylla on Sun, 05/26/2019 - 15:31

Two days with intresting and exciting conditions are over. Despite to some rain breaks and a thunder storm on saturday 2 complete rounds were flown. Finally Martin Weberschock could win the competition. Gerhard Flixeder and Jürgen Pölzl got rank 2 and 3. Martin is also German Champion F3B 2019.

Das lange Warten hatte in diesem Jahr erst Ende April ein Ende. Durch die Verlegung des traditionellen Saisonbeginns in Colmar war die Winterpause in diesem Jahr besonders lang. So hatten wir fast einen Monat mehr Zeit zum Training als üblich und sind guten Mutes nach Hülben gereist. Auch eine große Delegation von sieben Piloten aus Russland nahm die weite Reise auf sich. Natürlich, wie kann es auch anders sein, empfing die versammelten Piloten aus ganz Europa ein winterliches Wochenende, nachdem wir uns gerade an sommerliche Verhältnisse gewöhnt hatten. So startet der Wettbewerb am Samstag bei Temperaturen knapp über Null °C und diese kalte Luft sollte über das ganze Wochenende für die Bedingungen ausschlaggebend bleiben. Typisch für das Segelfluggelände in Hülben sind die extrem wechselhaften thermischen Verhältnisse bei Westwind. So ging es früh im Speed los mit einzelnen Ausreißern, die den 16 bis 18 Sekunden Schnitt mit schnellen 15er und 14 Zeiten alt aussehen ließen. Auch im anschließenden Streckenflug lagen die Tausender mal bei 18, dann wieder bei 33 Strecken. Alles in allem nicht einfach zu fliegen, zumal die Baumreihe an der Platzgrenze manchmal so dynamisch trug das man nochmal richtig Gas geben konnte, wenn das Modell schon fast unten war. So waren viele Streckenfluggruppen wirklich erst zum Ende der Arbeitszeit entschieden. Sehr spannend! Im Zeitflug setzte sich diese spannende Entwicklung fort. Es gab Flüge zu bestaunen, in denen der Pilot es kaum fassen konnte wie das Modell erstmal mit ungewohnt starken Steigwerten bis fast zur Sichtgrenze hochkatapuliert wurden, um dann, kaum das fünf Minuten Flugzeit absolviert waren, in Baumwipfelhöhe um die restlichen Flugminuten bis zum Ablauf der 10 min kämpfen zu müssen. Etliche Zeitflüge endeten so vorzeitig und würfelten das Klassement durcheinander. Nachdem am späten Samstag Nachmittag eine größere Regenfront das Fliegen unmöglich machte, wurde der Neustart auf Sonntag früh verlegt. Bis hierher wurde etwas mehr als ein Durchgang geflogen.

Bei der Anfahrt zum Fluggelände am Sonntag früh wurde deutlich, das es über Nacht nochmal kälter geworden war. Auf der Höhe der Schwäbischen Alb lag tatsächlich stellenweise Schnee. Wieder ging es los mit Speedflug. Abgesehen von etwas abgeschwächten Windverhältnissen ging es genauso weiter wie am Samstag. Zur Mittagszeit, nachdem zwei Runden komplett waren, gab es immer wieder Regenunterbrechungen, die den Wettbewerbsablauf ins Stocken brachten. Zeitig entschied die Wettkampfleitung dann das Ende der Kirchheim Open am frühen Nachmittag. Zur Siegerehrung schien dann wieder die Sonne von einem blauen Himmel.

Siebzig Piloten aus acht Nationen gaben der 2019er F3B World Cup Saison einen tollen Einstand und hier in Kirchheim auch der Internationalen Deutschen Meisterschaft einen würdigen Rahmen.

Vier Neueinsteiger wurden im Rahmen der Rookiewertung von den Teams IG F3B, Badesalz und Foo betreut und haben dadurch erste wertvolle Erfahrung sammeln können. Auch zwei neue U18 Junioren waren hier am Start und im Foo-Team auch noch zwei Piloten, die im vergangenen Jahr durch die Rookiewertung ins Geschehen integriert wurden. So lässt sich hoffen, das die F3B Szene allen Unkenrufen zum Trotz weiter bestehen wird. Wir sollten weiterhin versuchen, die Schwelle zum Einstieg niedrig zu halten. Durch ein einfaches, leicht verständliches und transparentes Reglement und weitreichende Unterstützung für Interessenten ist das sicher am nachhaltigsten zu erreichen.

Am Ende der Kirchheim Open stand als Deutscher Meister Martin Weberschock ganz oben auf dem Treppchen, flankiert von Gerhard Flixeder (2.) und Jürgen Pölzl (3.)

Die Juniorenwertung (bis 23 Jahre) gewann Bernhard Flixeder vor Johannes Krischke und Roman Safonov.

Bei den Rookies triumphierte Claus Scholz vor Matthias Schmidt, Tobias Tandler und Georg Roth.

Die Teamwertung ging an das österreichische Team KÄOB1 mit Gerhard Flixeder, Hans Rossmann und Jürgen Pölzl vor Badesalz mit Weberschock, Frank Thomas und Christoph Sarter sowie Foo 1 mit Andreas Herrig, Lucas Günther und Marcus Becker.

Wir sehen uns wieder beim nächsten World Cup in Rodekro, Dänemark. Dort findet diese Saison erstmals ein World Cup statt. Bis bald!

Markus Becker