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F3B: Navigation Letzte Aktualisierung:
09.09.10
F3B: Opokal

Martin Herrig gewinnt beim 31. Oktoberfestpokal

Bei den Wetterprognosen für den Wettbewerb konnte richtig Freude aufkommen. Drei Tage Sonnenschein und kein Regen in Sicht.

Von Veranstalterseite waren 4 Durchgänge und ein Finaldurchgang mit den besten sechs Piloten geplant. Wer die gute Münchner Organisation kennt weiß, dass dies ein durchaus realistisches Ziel ist - wenn das Wetter mitspielt.

Leider machte der Nebel allen ziemlich zu schaffen. Am Freitagmorgen um 7 Uhr war die Sicht noch relativ klar. Pünktlich zum eigentlichen Wettbewerbsbeginn war jedoch nicht mehr an Fliegen zu denken. Der Nebel hing über dem Platz fest…und…Stunden vergingen. Um 11 Uhr wurde der Wettbewerb mit Zeitflug gestartet, danach kam Speedflug und abschließend war Streckenfliegen angesagt.

Der Samstagmorgen begann wieder mit einer längeren Nebelunterbrechung. Diesmal musste bis 12:30 Uhr auf den ersten Start gewartet werden. Trotz zügigem Wettbewerbsablauf waren an diesem Tag nur noch der Speed- und Streckenflug des zweiten Durchgangs und vier Zeitfluggruppen möglich. Danach war es aber wirklich dunkel. Auffällig waren an diesem Tag vor allem die sehr vielen sehr schnellen Speedzeiten. Ein gleichmäßiger Ostwind führte zu super Starthöhen. Mit einer hohen 16er oder niedrigen 17er Speedzeit fand man sich gerade einmal im vorderen Mittelfeld der Ergebnisliste wieder. Obwohl das Streckenfliegen nur auf einer Seite des Flugfeldes stattfand hat es sehr stark differenziert. Trotz konstantem Wind konnte es dabei jeden erwischen.

Der Sonntagmorgen begann wie schon die beiden vorigen Tage mit Nebel. „Schon“ um kurz nach 10 Uhr konnte der Wettbewerb fortgesetzt werden. Die ersten beiden Zeitfluggruppen hatten noch etwas Mühe die 10 Minuten zu schaffen. Danach war der Zeitflug reine Formsache.

Weiter ging es mit dem Streckenflug des dritten Durchgangs. Wechselnde Windrichtungen und der Einfluss von Thermik machten das Streckenfliegen zum Pokerspiel. Es konnte und hat auch, wie schon am Tag davor, wirklich fast jeden erwischt.

Der Wettbewerb wurde mit dem Speedflug des dritten Durchgangs in umgekehrter Reihenfolge abgeschlossen. Gewonnen hat absolut verdient der Vorjahressieger Martin Herrig vor Reinhard Liese und Andreas Herrig. Genau diese drei Piloten bilden auch die Nationalmannschaft für die WM im nächsten Jahr.
Die Organisation und der Wettbewerbsablauf waren wie jedes Jahr spitzenklasse. Beim überlappenden Zeitfliegen sollte man sich vielleicht bis nächstes Jahr noch ein paar Gedanken machen. In Lünen und München kam es öfters vor, dass bereits nach sieben Minuten Rahmenzeit die nächste Gruppe hochgeschickt wurde. Dies führte öfters zu dem Problem, dass die nächste Gruppe durch die oft schon tief fliegenden Modelle nicht oder nur mit erhöhtem Risiko starten konnte. Oft waren auch bereits alle Helfer eines Teams beim Coachen oder Fliegen, sodass keine Zeit blieb, z.B. ein kaputtes Seil zu reparieren. Meiner Meinung nach sollte man mindestens neun Minuten warten, bis die nächste Gruppe hochgeschickt wird. Noch besser wäre die Startfreigabe, sobald die Rahmenzeit der vorigen Gruppe abgelaufen ist (siehe KirchheimOpen). Damit können sich die Piloten der verschiedenen Gruppen nicht gegenseitig behindern. Diese Vorgehensweise dauert nur unwesentlich länger als der überlappende Zeitflug, nimmt aber eine ganze Menge Stress und Hektik aus dem Wettbewerbsablauf.