Bericht : Örebro Open 2007 in Schweden
Deutsche Piloten triumphieren in Schweden
Die diesjährigen Örebro Open wurden trotz des sehr langen Anreisewegs von gleich sechs deutschen Piloten besucht.
Das Wetter schien diese Mühen aber nicht belohnen zu wollen, zogen doch immer wieder dunkle Wolken getrieben von starkem Wind über den Flugplatz.
Zum Training wurden also die 1,45 mm starken Seile aufgezogen und die Startstellungen reduziert. Beides war wichtig, waren doch gerade die dicken Seile Mangelware.
Wie erwartet waren die Speeds dann schon sehr schnell, hatte man doch mit 3,5 kg Ballast immer noch Starhöhen über 300m. Auch ein paar Trainingsstreckenflüge waren mit genügend Masse leicht machbar. Es wurde aber schnell deutlich, dass vor allem der Zeitflug schwierig werden würde, musste man doch weit in den Rückraum und dort irgendwie die Thermik mitnehmen.
Der Wettbewerb der insgesamt von 26 Piloten aus Norwegen, Finnland, Schweden und Deutschland besucht wurde, begann am Samstag mit Zeitflug. Leider hatte der Wind kaum nachgelassen und so wussten wir was uns bevorstehen würden. Fast alle deutschen mussten bereits hier Federn lassen. Der anschließende Speedflug wurde von Martin Weberschock dominiert, der mit einer tiefen 15er Zeit das Rennen eröffnete. Andreas Kunz musste hier leider schon eine Ehrenrunde verkraften, was ihn erst mal weit zurückwarf. Die folgenden beiden Streckenflüge brachten nur wenige Überraschungen. Martin konnte sich dank eines fehlerlosen Zeitflugs und eines weiteren sehr guten Speeds im 15er Bereich an die Spitze des Feldes setzen.An diesem Tag flogen wir noch die Aufgabe C der dritten Runde und beendeten den Wettkampf für den Samstag gegen 17 Uhr.
Der Sonntag begann wieder mit Zeitflug aber diesmal mit weniger Wind. Dadurch war es viel einfacher die kleinen Bärte bis an die Sichtgrenze in den Rückraum mitzunehmen und wieder an den Landepunkt zu kommen.Auch der Streckenflug von Runde drei und vier sowie der Zeitflug der vierten Runde waren schnell erledigt. Da der letzte Speed in umgekehrter Reihenfolge zur Platzierung geflogen wurde hatte wir allerdings noch mal etwas Stress, da alle Deutschen dicht beieinander waren und die drei vordersten Plätze besetzten.Den letzten Tausender holte sich Espen Torp mit 16,3s. Martin holte sich, da ich selbst mit einem mehr als sicheren Speed, insbesondere an der A-Wende, nur eine 19er Zeit geflogen bin, den Sieg mit einer 17er Zeit.
Im Bezug auf die Modelle gab es kaum große Überraschungen. Der Tool scheint jetzt immer besser zu laufen, wie die Wettbewerbsergebnisse in Kulmbach, Mollram und Örebro zeigen, insbesondere im Start kann kaum ein anderer Flieger mit ihm mithalten. Auch in Speed und Strecke läuft der Flieger echt gut und man kann wohl in Zukunft noch einige Erfolge von dem Modell erwarten.
Das Endergebnis war letzlich:
1. Martin Weberschock (Radical)
2. Thomas Dylla (Radical)
3. Jens Buchert (Tresher)
4. Janne Lauren
5. Andreas Kunz (Tool)
Der Mannschaftssieg ging an das Team Germany 2 ( Jens Buchert, Andreas Kunz, Thomas Dylla) vor dem Team Germany 1 (Martin Weberschock, Armin Hortzitz, Helmut Edenhofer)
Den Speedpokal sicherte sich Martin Weberschock.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein sehr gut organisierter und durchgeführter Wettkampf war. Ein Dank geht deshalb an unsere Freunde aus Schweden aber auch an meine Teammitglieder. Es war auf jeden Fall immer lustig und die Zusammenarbeit war echt super.