TopLogo

Navigation

F3B: Navigation Letzte Aktualisierung:
03.02.12
F3B: Lippeweidenpokal 2006

Michael Wohlfahrt gewinnt nach starker Leistung in Lünen

Am Samstag präsentierte sich das Wetter auf dem Segelflugplatz von Lünen mal wieder von seiner schönsten Seite. Sonne pur und nur eine leichte Prise aus östlichen Richtungen, machte den 1. Zeitflug zum Genuss. Einzig die schwache Prise erwies sich für so manches Seil als zu kräftig, so dass einige Seile (wohl eher die 1,0 - 1,1 Durchmesser) an ihre Grenzen kamen. So war diese Aufgabe für fast alle Piloten kein Problem.


Der darauf folgende Streckenflug, als auch der 1. Speed-Durchgang, konnten bei sehr fairen, gleichmäßigen Bedingungen durchgeführt werden, was allerdings nicht allzu stark differenzierend wirkte. Die Strecken bewegten sich bei max. knapp über 20 Strecken und die Spitzenzeiten im Speed, waren mittlere 16er. Für Aufregung sorgte Jaroslav Triska, der beim Windenstart des Speedfluges, am Leitwerk seines V-Furio ein Problem hatte, so dass das Modell völlig unkontrolliert in einer Art Flachtrudel in der Windenstrecke einschlug und mit einer Fläche voran (der Rest für ein paar Sekunden stabil freischwebend) im Boden stecken blieb. Wer jetzt glaubte das sich die tschechische Gruppe aufgab, sah sich allerdings gleich darauf eines Besseren belehrt. Das Leitwerk wieder Instandgesetzt und die anlenkungslos gewordene Wölbklappe mit Klebeband fixiert, wurde kurz darauf ein Hochstart durchgeführt und in die erste Strecke eingeflogen. Jeder war gespannt, welche Zeit daraus noch werden konnte. Bei der zweiten B-Wende jedoch, machte eine der wenigen Signalstörung dem "Notflug" ein Ende, worüber Jaroslav Trischka sicherlich nicht allzu unglücklich war, da er so einen Reflight am Ende des Starterfeldes bekam.


Nach Ende der 1. Runde lag Michael Wohlfahrt knapp vor Philip Kolb und Bastian Hummel.

Die Lünener Wettbewerbsorganisatoren um Peter Hubbertz, machten auch dieses Jahr wieder einen außerordentlich guten Job. Mit einfacher technischer Ausrüstung, ruhig, kompakt und unaufgeregt wurde der Wettbewerb "durchgepeitscht", ohne den Eindruck zu hinterlassen dass Hektik entsteht. Großes Kompliment.

Es folgte am frühen Nachmittag, sofort der Speed der zweiten Runde in der gewohnten rückwärts-Reihenfolge des bisherigen Ergebnisses bei ruhigem sonnigem Wetter. Die Bedingungen waren relativ konstant "mäßig", vielleicht von ganz kurzen Ausreißern abgesehen. Hier tat Veljko Stoikov mit einer 15er Zeit vielen der Bestplatzierten erheblich "weh". Aus der Spitzengruppe war lediglich Philip Kolb und Jochen Muff in der Lage einigermaßen mitzuhalten. Als Peter Hubbertz nach diesem Speed am Nachmittag bei guter Sonneneinstrahlung den 2. Zeitflug angekündigte, waren wir schon etwas überrascht, da ansonsten der Zeitflug auf die etwas schwächeren Tageszeiten am frühen Morgen oder sehr späten Abend gelegt wurden. Also freuten wir uns auf eine leichte Übung.


Aber dabei ließen einige Piloten, auch aus dem ersten Drittel, erheblich Federn. So gab es Gruppen bei denen 5 Minuten nur mit Anstrengungen zu schaffen waren. Nachstarter und das zeitüberlappende Fliegen mehrere Gruppen machte es teilweise nicht einfach den Überblick zu bewahren und die eigene Flugleistung zu beurteilen.

Da das Wetter weiter mitspielte, zog Peter noch fast den gesammten 2. Streckenflug durch. Lediglich eine Gruppe Wiederholer wurde am Sonntag Vormittag nach dem 3. Zeitflug absolviert. Gegen 20h wurde am Samstag Schluss gemacht.

Das Ergebnis nach der 2. Runde: Philip Kolb mit ca. 70 Punkten Vorsprung vor, Michael Wohlfahrt und Reinhard Liese.

Am Sonntag ging es dann wie angekündigt und ohne Schnörkel um 8:30h mit dem 3. Zeitflug weiter. Flugtechnisch ohne große Probleme, waren die meisten Piloten hier am Punkte sammeln. Der Wind hatte am Sonntag auf West gedreht und blies im Lauf des Tages teils ganz ordentlich. Seile bis 1,35mm waren im Gebrauch.


Der letzte Streckenflug am späteren morgen brachte nicht viel Überraschendes. Das Wetter das mittlerweile aufgeklart war und uns mit viel Sonne verwöhnte, brachte gleichmäßige ordentliche Bedingungen für bis zu 24 Strecken.

Zum großen Showdown kam es dann allerdings im in umgekehrter Reihenfolge geflogenen letzten Speeddurchgang. Die Bedingungen durch den auffrischenden Wind gut, sah man auch bei den Piloten aus der hinteren Hälfte selten Zeiten über 20s. Das ließ auf gute Zeiten hoffen. Mit fortschreitendem Starterfeld wurde locker die 18er Marke geknackt und es gab 17er Zeiten ohne Ende. als jedoch das oberste Wertungsdrittel ereicht wurde, blieb die weitere Steigerung aus. Sehr wenige 16er Zeiten jedoch auch einige für diese Region nicht sehr beliebte 18er Zeiten brachten nicht nur Freudentaumel. Einzig Michael Seyfang konnte mit einer super 15er Zeit, allen Piloten richtig Punkte abnehmen, was ihm am Ende einen nicht mehr erhofften 2. Gesamtplatz einbrachte. Philip Kolb erwischte entweder nicht die richtige Luft oder nicht den richtigen Flugstil (oder beides) was ihm eine mittlere 18er Zeit einbrachte ihn allerdings auf den 3. Gesamtplatz zurückwarf.


Michael Wohlfahrt (vor dem Speed auf Platz 2 liegen) konnte mit einer höheren 16er Zeit, zwar nicht ganz mit Michael Seyfangs Spitzenzeit mithalten, jedoch war sein Abstand aus den ersten beiden Runden groß genug, und wurde absolut verdient Sieger beim 9. Lippeweidenpokal 2006.

Rainer Stransky