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F3B: Navigation Letzte Aktualisierung:
08.09.10
F3B: Kulmbach 2006
Andreas und Stefan Böhlen trumpfen auf

Der diesjährige Plassenburgpokal fand auf den Rotmainwiesen bei Melkendorf statt. Der Wetterbericht verhieß sowohl für Samstag als auch Sonntag nichts gutes und so waren wir doch etwas erstaunt Samstag früh die Sonne aufgehen zu sehen.

Gegen 8 Uhr konnte dann der Wettbewerb mit dem Zeitflug beginnen. Einige Piloten hatten bereits hier Federn lassen müssen, musste man doch entweder weit ins Lee um die Thermik die sich am Berg ablöste mitzunehmen oder ähnlich weit über die Häuser von Melkendorf. Der Wind stand bereits früh genau senkrecht zur Strecke und drehte über den Tag sogar noch leicht sodass etwas Rückenwind die Starts beeinflusste.

Trotz alledem entschied die Wettbewerbsleitung als zweite Aufgabe den Speed zu fliegen, um das stabile Wetter nutzen zu können. Die am häufigsten geflogenen Zeiten lagen im 17er bis 19er Bereich, nur einige Ausreißer gelang der Sprung in die 15er Zeiten. Stefan Böhlen flog mit seinem „Furio“ eine 15,44s und auch Andreas Herrig kam mit dem „Radical“ auf eine 15,94s. Den Tausender allerdings holte sich als einer der letzten Piloten Detlev Tiemeyer, der seinen „Crossfire“ in 15,31s als schnellster durch die Strecke brachte.

Anschließend flogen wir den Speedflug von Runde zwei. Mike Müller flog mit 16,90s mit dem „Freestyler“ eng und sauber. Kurz darauf setzte schon der erste Regen ein, sodass Zeiten im 17er Bereich schon sehr gut waren. Einzig Andreas Herrig kam mit einem für seine Begriffe sicheren Speed auf 17,00s. Spektakulär war der Flug vom amtierenden Weltmeister Andreas Böhlen, der bei schlechten Bedingungen aber einem engen und sauberen Flug mit seinem „Crossfire“ auf 17,61s. Auch sein Bruder Stefan holte aus seinem Flug alles raus was möglich war und kam auf 17,46s.

Als abschließende Aufgabe für den Samstag war der Streckenflug von Runde 1 im Regen geplant. Dieser konnte jedoch erst nach einer Pilotenabstimmung begonnen werden, da das Wetter sich rapide verschlechtert und ein Dauerregen eingesetzt hatte. Die geflogenen Strecken beliefen sich auf 20 selten mehr. Leider musste man dann doch ein Schnitt nach 10 von 16 Gruppen machen, da Helfer und Piloten drohten aufzuweichen.

Der Sonntag begann wie vorhergesagt verregnet. Trotz tiefhängender Wolken konnte fast pünktlich der Wettbewerb mit den verbleibenden Streckenfluggruppen fortgesetzt werden. Danach folgte der Streckenflug von Runde 3, der ähnlich wie in der Vorrunde von Regenunterbrechungen gekennzeichnet war.

Damit aber Runde zwei überhaupt gültig wurde, musste noch der Zeitflug geflogen werden. Der war in der Regel aber nicht das Problem. Einzig der starke Wind in den höheren Luftschichten und das fliegen im Lee machte den Piloten zu schaffen.

Abschließend war ein „Speed- Fly-Off“ der besten 12 geplant. Wobei es von der Wettbewerbsleitung noch um die zwei Jugendlichen ergänzt wurde. Kai Averwerser flog mit 22,91s einen sauberen Speed. Als 12. in der Gesamtwertung und Jugendlicher fürs Fly-Off qualifiziert flog ich mit meiner Estrella eine 15,67s was alle sehr überraschte. Mike Müller flog mit einer 15,54s kurz vor einsetzendem Regen dann den Tausender des Fly-Off´s. Martin Herrig ging volles Risiko und wendete in der zweiten B-Wende zu eng, sodass kein Signal kam. Die dadurch geflogene 21,46s spülte ihn in der Gesamtwertung weit zurück. Andreas Böhlen flog gewohnt eng in 16,33s. Was ihm den Gesamtsieg einbrachte. Herzlichen Glückwunsch dazu! Sein Bruder Stefan flog auf Sicherheit eine 17,53s und damit Platz 2 in der Gesamt- und Speedwertung. Andreas Herrig flog ähnlich wie sein Bruder sehr riskant allerdings nicht zu eng, sodass er mit 16,48s den 3. Platz in der Gesamtwertung und Platz 1 der Speedwertung sicher hatte.

Ein lob geht an der Veranstalter und dessen Helfer, die einen super Job erledigt haben. Insbesondere die Jugendlichen Helfer sind da hervorzuheben, die bei Wind, Wetter und Regen unter den Streckenpylons super Arbeit geleistet und wesentlich zum Gelingen des Wettbewerbs beigetragen haben.

Danke auch an meine Teammitglieder insbesondere die beiden Herrig-Brüder, die mir tatkräftig geholfen haben. Und natürlich auch an alle Piloten, die zu diesem fairen Wettbewerb beigetragen haben.

Thomas Dylla