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F3B: Navigation Letzte Aktualisierung:
03.02.12
F3B: Kassel 2006

Dörnbergpokal 2006


Wieder einmal steht ein Herrig ganz oben auf dem Seigertreppchen, doch diesmal ist es Martin.

Die Vorfreude auf den 26. Dörnbergpokal war groß, versprach doch das Wetter endlich mal schön und nicht so windig zu werden. Dementsprechend motiviert bauten wir unsere Winden auf und bereiteten uns auf den ersten Zeitflug vor.

Der war auch für die meisten kein Problem, musste man doch nur im Lee am Hang die regelmäßig aufsteigenden Bärte abpassen und abfliegen. Doch bereits im darauffolgenden Speedflug zeigten Gelände und Wetter ihre Tücken. So waren wegen des schwachen Windes und der Geländeformation kaum schnelle Zeiten zu sehen. Viele flogen um 20s, nur wenige, die enge Wenden und hohe Starts gepaart mit guter Luft hatten, flogen 18er oder 17er Zeiten.

Der folgende Streckenflug gestaltete sich thermisch sehr durchwachsen. So gab es Gruppen wo man den Tausender erst mit 25 oder mehr Strecken erflogen hatte oder auch Gruppen wo neun Strecken bereits die Tausend Punkte bedeuteten. Bereits hier mussten viele der Spitzenpiloten Federn lassen. Martin Weberschock vergab gleich sieben Strecken, weil er auf der falschen Seite geflogen war. Auch ich musste spüren wie kompliziert dieses Wetter zu berechnen war, so bedeutete bereits fünf Meter weiter außen oder innen einen deutlichen thermischen Umschwung von gutem Steigen bis zu sehr starken „absaufen“ war alles möglich.

Auch der anschließende Speedflug war dementsprechend. Die ersten 16er aber wieder überwiegend 20er Zeiten waren an der Tagesordnung. Einziges Mittel schnell zu sein war eng zu wenden und sehr sauber zu fliegen. Schwierig war auch der Start, so stand der Wind meist senkrecht zur Windenlinie und blies nur sehr schwach. Viele hatten dementsprechend Probleme damit. Andreas Herrig beispielsweise reichte seine Rahmenzeit nicht aus um seine Aufgabe zu beenden, da er nach dem Warten auf gute Luft und zwei Nachstarts nicht mehr alle vier Strecken zu Ende fliegen konnte.

Auf diesen Speed folgte die letzte Aufgabe für den Samstag, der Zeitflug von Runde zwei. Normalerweise sollte man meinen, dass dies durch Abendthermik kein Problem sein sollte. Allerdings galt diese Regel nicht. Meist waren sechs Minuten eine gute Zeit, wer acht Minuten schaffte konnte bei entsprechenden Landepunkten bereits jubeln, da es kaum einem gelang länger zu fliegen.


Der Sonntag begann mit dem Streckenflug von Runde 2. Hier war die Schwierigkeit vor allem im Start zu finden. Der Wind hatte etwas zugelegt und pendelte etwas hin und her. So war die Frage in Richtung des Windes zu starten, wo aber die Umlenkrolle ca. 20 m Weiter unten stand, auf Grund des Geländes oder mit etwas Rückenwind, aber kürzerem Rückflug in die Strecke. Letzteres war die eindeutig bessere Lösung, zumal der Wind ab ca. 50m Höhe nicht von hinten sondern wieder von der Seite kam.

Gleich darauf folgte der Streckenflug der dritten Runde. Hier waren die thermischen Verhältnisse vom Vortag wieder zurück, was sogar noch durch den Wind erschwert wurde. Hans – Peter Gölz beispielsweise flog 32 Strecken was heißt, dass er 7,5s pro Strecke durchschnittlich geflogen ist.

Als vorletzte Aufgabe war ein schwieriger Zeitflug an der Reihe. Die Thermik war zwar stark aber eng und was es noch problematischer machte war, dass der Wind doch sehr zugelegt hatte. So waren Außenlandungen doch häufig unumgänglich. Dies führte auch zu einigen beschädigten Modellen, da die Büsche meist schneller da waren als der Pilot glaubte.

Der Finalspeed sollte dann die Entscheidung bringen. So lag Martin Herrig nur knapp vor Armin Hortzitz und auch Hansi Gölz war noch im Geschäft. Doch den Tausender flog ein anderer. Bastian Hummel flog mit 15,49 gleichzeitig die schnellste Zeit des Wettbewerbs und war auch der einzige, der es unter 16 schaffte. Glückwunsch dafür. Martin reichte eine Zeit von 17,62s für den Sieg vor Armin und Hansi. Herzlichsten Glückwunsch dazu. In der Jugendwertung belegte Florian Muff Platz 3 hinter Michael Holzner und dem Autor, womit ich gleichzeitig mit Platz 12 (93,74%)meine beste Leistung erflogen habe.


Danken möchte ich Reinhard Liese und seinem Helferteam, die trotz mancher Probleme einen super Wettbewerb organisiert und durchgezogen haben. Bei über 30 Grad Celsius ohne Schatten oder sonstige Kühlung gar nicht so einfach.

Danke auch an die beiden Herrigs, die mir natürlich wieder tatkräftig geholfen haben. Ohne die beiden wäre diese Leistung nicht möglich gewesen. Danke und nochmals Glückwunsch an Martin.

Thomas Dylla